Fashion

40 Jahre hessnatur: Die Pioniere in Sachen Öko-Mode

Immer mehr junge Labels wollen ihre Mode nachhaltig und fair produzieren. Einer der wichtigsten Wegbereiter für den Eco-Fashion-Trend von heute ist ohne Frage hessnatur. Schon 1976 brachten Heinz und Dorothea Hess ihre erste Babykollektion aus Naturfasern auf den Markt. Ein Rückblick auf 40 Jahre eco-faire Mode aus Butzbach.

Die Anfänge

Heinz Hess mit seinem ersten Sohn_kInitialzündung für die Gründung von hessnatur ist die Geburt ihres Sohnes. Weil Heinz und Dorothea Hess keine chemiefreie Kinderkleidung finden, gründen sie 1976 einfach ein eigenes Unternehmen und bringen die erste Babykollektion aus Naturfasern auf den Markt. Die Biobaumwolle dafür stammt aus Ägypten und ist eine der ersten am Markt. Anfangs ist hessnatur ein reiner Versandhandel für Naturmode. Die Läden folgen erst in den 90er Jahren. Schnell bauen sich die Unternehmer ein Netzwerk aus gleichgesinnten Händlern und Zulieferern auf und sorgen so für einen nachhaltigen Herstellungsprozess von der Ernte bis zur Verarbeitung der Stoffe. Schon früh setzt hessnatur mit seinen ökologischen Qualitätsrichtlinien bis heute gültige Maßstäbe.

 

Natürliche Rohstoffe und Sozialstandards
1994 hn Heinz Hess Bio-Baumwolle Senegal

In den 1990er Jahren legt hessnatur den Grundstein für eine kontrolliert biologische Rohstoffgewinnung. Heinz Hess fördert zum Beispiel auf der ägyptischen Sekem-Farm das weltweite erste Biobaumwolle-Anbauprojekt. Bis heute gilt es als ein Vorbild in Sachen ökologische und soziale Standards. Ein wichtiges Merkmal für diesen „kontrolliert biologischen Anbau“ wird die Ernte per Hand. Die reifen Baumwoll-Kapseln werden von der Pflanze gepflückt und zwar ganz ohne den Einsatz von chemischen Entlaubungsmitteln. hessnatur schult bis heute angehende Bio-Bauern in Schwellenländern und sichert durch Ernteabnahme-Garantien ihre Lebensgrundlage. Übrigens beschränkt sich dieses Engagement nicht nur auf Biobaumwolle – ein Prestigeprojekt von Hessnatur ist die Unterstützung von nachhaltigen Alpaka-Bauern in Peru. 2002 entwickelt das Unternehmen mit Hilfe der „Kampagne für saubere Kleidung“ (Clean Clothes Campaign) ein Kontrollsystem, das faire Arbeitsbedingungen nachhält und sicherstellt. 2005 tritt hessnatur als erster deutscher Vertreter der Fair Wear Foundation bei. Die Organisation setzt sich für die Rechte der Arbeiter in der Textilproduktion ein.

 

Stil & Design

42303_29_2351-1440x1247Ende der 90er Jahren ändert sich auch der Designanspruch von hessnatur. Neben der Nachhaltigkeit rücken Ästhetik, Stil und Design noch stärker in den Fokus der Marke. Der Wandel von sackiger Öko-Kleidung hin zu nachhaltigem und jungem Design kostet einiges an Zeit und Anstrengungen. Der Sprung in die Zukunft glückt vor allem durch die Zusammenarbeit mit Kreativdirektoren wie dem Spanier Miguel Androver oder aktuell Tanja Hellmuth sowie jungen Designern wie Tim Labenda, der 2015 die Herrenkollektion verantwortete. 2010 ruft hessnatur außerdem den ersten europäischen Designpreis für nachhaltige Mode ins Leben, den Humanity in Fashion Award (HIFA), der jährlich an einen grünen Nachwuchsdesigner vergeben wird. Auch auf der Berlin Fashion Week ist das Unternehmen im Januar 2016 erstmals mit einer eigenen Markeninszenierung präsent.


Mehr über Hessnatur: www.hessnatur.com

Bilder: PR Copyright (c) hessnatur