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7 Superfoods aus der Region

Bei Superfood denken wir sofort an exotische Gojibeeren oder die Chiasamen der Maya. Dabei gibt es auch in der regionalen Küche tolle, gesunde Alternativen.

Heilsamen der Maya, Beeren aus Asien oder traditionelles Gemüse aus Afrika – exotisches Superfood liegt voll im Trend. Für Fans sind die neuen Lebensmittel mit ihrem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralien eine Offenbarung. Für Kritiker ist Superfood eher eine schöne Worthülse, entwickelt um exotische Waren teuer zu verkaufen. Ich persönlich bin ein großer Fan von regionalem Superfood. Schließlich enthalten Grünkohl, Leinsamen, Blaubeeren und Co mindestens genauso viele wertvolle Inhaltsstoffe wie die exotischen Körnern und Beeren. Aus diesem Grund möchte ich euch meine heimische Superfood-Alternativen vorstellen.

Sieben Superfoods aus der Region

1.) Grünkohl

Grünkohl erlebt eine wahre Renaissance. In Trend-Metropolen wie New York oder London gilt Grünkohl oder besser gesagt „Kale“ als ein absolutes Superfood und wird in jeder Form gegessen, als Chips, als Zutat in Smoothies und Cupcakes oder einfach als Beilage. In Omas Küche ist Grünkohl schon deutlich länger ein fester Bestandteil. Jeder kennt wohl das traditionelle Grünkohlessen an kalten Tagen. Egal ob Hype oder Tradition, das Wintergemüse hat die Aufmerksamkeit wirklich verdient. Es enthält die Vitamine A, C und K, wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium. Außerdem ist der Grünkohl reich an Eiweiß, Eisen, Ballaststoffen und Antioxidantien. Diese Inhaltsstoffe sind zum Beispiel gut für die Augen, Knochen und Zähne und wirken entzündungshemmend.

2.) Leinsamen

Vergesst die teuren Chiasamen. Die heimischen Leinsamen besitzen ganz ähnliche Inhaltsstoffe, kosten aber deutlich weniger. Schon in Omas Hausapotheke wurden die kleinen Leinsamenkörner bei Magen-Darm-Beschwerden genutzt. Die Samen haben einen hohen Ballaststoffgehalt. Dadurch quellen sie im Dickdarm auf und regt die Verdauung an. Ihre Inhaltsstoffe sind Balsam für gereizte Schleimhäute in Magen und Darm. Doch auch für die alltägliche Nahrung kann man die Leinsamen nutzen. Ihre Omega-3 und 6-Fettsäuren sind gut für den Blutdruck, das Herz und das Gehirn. Außerdem helfen sie bei chronisch entzündlichen Krankheiten wie Rheuma. Neben den Samen ist auch das Öl aus Leinsamen sehr gesund. Damit nicht genug: Das Superfood enthält viel Kalzium und Vitamin E.

3.) Heidelbeeren 

Auch dieses Superfood hat lange Tradition. Schon im Mittelalter setzte Hildegard von Bingen getrocknete Blaubeeren als Mittel gegen Durchfall ein. Heute kennt man noch viel mehr Vorzüge der leckeren Beeren. Ihre sekundären Pflanzenstoffe, die Anthocyane, machen sie besonders. Im Grunde sind das nichts anderes als die blauen Farbpigmente der Schale. Doch sie wirken wie Antioxidantien entzündungshemmend und sind gut für die Haut. Außerdem haben Heidelbeeren positive Auswirkungen auf das Immunsystem und sind gut für Herz und Kreislauf.

4.) Himbeeren

Auch die roten Himbeeren sind ein echtes Superfood randvoll mit wichtigen Nährstoffen. Ihr hoher Vitamin C Anteil ist gut für unser Immunsystem und die B-Vitamine regen den Stoffwechsel an. Außerdem enthalten Himbeeren wichtige Mineralien. Kalzium ist gut für die Knochen, Magnesium stärkt die Muskeln und Eisen ist gut für die Sauerstoff-Versorgung im Körper. Mit diesen Beeren kann keine Vitamin-Tablette für Sportler mithalten. Auch in Himbeeren enthalten Antioxidantien und wirkend damit blutreinigend und entzündungshemmend.

5.) Rote Beete

Rote Beete ist ein heimisches, ziemlich gesundes Wintergemüse. Rote Beete liefert Vitamin A, B und C und Polsäure. Dazu kommt ein hoher Eisenanteil und Kalzium, Natrium, Zink und Magnesium. Diese Inhaltsstoffe stärken gerade in dieser kalten Jahreszeit das Immunsystem. Auch gut für Herz und Kreislauf soll das Gemüse sein und entzündungshemmend wirken.  Viele Frauen schwören auf Rote Beete im Essen, weil auch die Haut, Nägel und Haare von den guten Inhaltsstoffen profitieren.

6.) Hanfsamen

Die Samen der Hanfpflanze sind ein Superfood mit vielen Vitaminen und Mineralien wie zum Beispiel Vitamin E, Magnesium oder Zink. Sie enthalten jede Menge Ballaststoffe und sind damit gut für die Verdauung. Außerdem enthalten sie wertvolle Aminosäuren und sind mit einem hohen Protein-Anteil ein gute Eiweißquelle. Das macht Hanfsamen zu einem geeigneten Fleischersatz für Vegetarier. Außerdem wirken sie positiv auf den Blutzuckerspiegel und die Cholesterin-Werte. Noch eine Klarstellung: Mit dem Rauschmittel Cannabis haben sie wenig zu tun. Die Samen aus dem Biomarkt stammen aus sogenanntem Nutzhanf und enthalten nicht den berauschenden Inhaltsstoff THC.

7.) Walnüsse

Nach Obst, Gemüse und Samen fehlen eigentlich nur noch Nüsse auf unserer Liste. Ich persönlich mag besonders gern Walnüsse. Zum Glück sind die auch noch ziemlich gesund. Sie enthalten viele gesunde Fettsäuren wie Omega 3. Diese Fette lindern Entzündungen und schützen vor Herzerkrankungen oder Diabetes. Zudem liefern Walnüsse Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink. Für eine positive Wirkung auf unseren Körper braucht es nur 50 Gramm Nüsse am Tag, egal in welcher Form. 

Welche heimischen Superfoods mögt ihr am liebsten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.