Fashion

Bleed Clothing – Grüne Streetwear

Das Label bleed clothing produziert faire und vegane Bio-Streetwear, für deren Herstellung garantiert niemand bluten muss. 

Michael Spitzbarth lernte nach seinem Textildesign-Studium eine Modewelt kennen, die ihn vor allem abschreckte. Für ihren Umsatz nehmen die Unternehmen die Verschwendung von Ressourcen, die Vergiftung der Umwelt und schlechte Arbeitsbedingungen für die Menschen hin. Schnell war für den jungen Designer klar, dass er einen anderen Weg gehen möchte. 2008 gründete er deshalb das Label bleed clothing. Der auf den ersten Blick martialische Name soll an die „ausblutende“ Erde erinnern und gleichzeitig an einen bewussten Konsum appellieren.

Mit seinen drei Grundsäulen – nachhaltig, vegan und fair – steht das Streetwear und Bordsport Label genau für unblutigen Konsum.  „Für unsere Produkte muss niemand bluten. Weder Mensch, Tier noch Natur.  Ein Anspruch, wie er simpler nicht sein könnte. Keine Qual, kein Mord, kein Gift.“, heißt es dazu passender Weise im Lookbook. Diese Grundsätze gelten für die ganze Produktion und die Lieferkette.

bleed clothing setzt auf eine unblutige Produktion

Für die Kleidung werden nur natürliche und vegane Materialien verwendet, wie GOTS-zertifizierte Biobaumwolle oder traditionelle Stoffe aus Hanf oder Leinen. Die Produktion kommt außerdem ohne die Zugabe von Chemikalien aus. In Sachen Funktionskleidung setzt das Label auf recyceltes oder upcyceltes Polyester oder auf Eukalyptus-Fasern. Eine besonders interessante Material-Idee ist die Verwendung von Kork als Leder-Ersatz. Inzwischen gibt es zum Beispiel Korkleder-Jacken zu kaufen. Auch auf faire Arbeits- und Produktionsbedingungen legt man großen Wert. So wird die gesamte Wertschöpfungskette regelmäßig von unabhängigen Kontrollinstituten wie GOTS, Naturland, Fairtrade, Eco Sustainable oder bluesign überprüft.

Zeitloses Design ohne erhobenen Zeigefinger

Mit Verzicht sollen die eigenen hohen Ansprüche in Sachen Nachhaltigkeit keineswegs einhergehen. Statt auf den erhobenen Zeigefinger oder Öko-Kartoffelsack-Optik setzt man lieber auf guten und nachhaltigen Style und zeitloses, urbanes Design abseits von Kollektionen oder kurzzeitigen Trends. Deutlich sichtbar sind dabei die Wurzeln des Labels im Bordsport und der Streatwear. Neben bunt-bedruckten T-Shirts, Hoodies oder Parka gibt es aber auch Hemden oder Jeans, die ohne Frage bürotauglich und altersunabhängig tragbar sind. Die Mode von bleed clothing kann so länger als nur einen Sommer oder Winter getragen werden – auch das ist eine Form von Nachhaltigkeit.

Ein Video-Porträt über Bleed Clothing von PULS, dem jungen Programm des Bayerischen Rundfunks

Im Web: www.bleed-clothing.com

Bilder: Copyright: PR bleed clothing.