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Blogparade #byebyeschweinehund: Ein bisschen nachhaltiger geht es immer

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ruft in dieser Woche zu der tollen Blogparade „Tschüss Schweinehund, hallo nachhaltigeres Leben!“ auf. Gesucht werden dabei konkrete Ideen für ein nachhaltigeres Leben. Daran beteiligen wir uns natürlich gerne. Unsere  persönlichen Tipps für etwas mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

Möglichst unverpackt einkaufen

Über den Verpackungsmüll beim Einkaufen ärgern wir uns schon lange. Wir alle kennen die Bilder von verschweißten Bio-Gurken oder Äpfel unter Folie. Dazu kommen ausufernde Verpackungen für Müsli, Nudeln oder Schokolade. Jeder von uns produziert so rund 617 Kilogramm Müll pro Jahr – ein trauriger Spitzenwert in Europa. Wir versuchen deshalb im Alltag möglichst unverpackt einzukaufen. Der erste Schritt dazu: Ein Jutebeutel ist immer griffbereit, das spart schon mal die unnötigen Plastiktüten. Auch ein Gang in einen „Unverpackt“-Laden lohnt sich. Wir selbst haben in der Vorstadt leider keinen vor der Haustür.

Leitungswasser in nachhaltigen Trinkflaschen

Wir trinken Wasser aus dem Hahn. Leitungswasser kostet kaum etwas, ist immer verfügbar und schmeckt genauso gut. Außerdem wird die Qualität täglich überprüft. Auch für die Umwelt hat Leitungswasser klare Vorteile. Während abgefülltes Wasser oft Tausende Kilometer transportiert wird und meist in umweltschädlichen PET-Flaschen daherkommt, kommt das Trinkwasser aus dem Wasserhahn komplett ohne CO2-intensive Transporte aus. Und wir nutzen wieder befüllbare Trinkflaschen. Auch das spart jede Menge Müll und Geld.

Regional und saisonal einkaufen

Erdbeeren im Dezember sind weder lecker noch gut für die Umwelt. Wir versuchen möglichst regionale Produkte zu kaufen und auf die saisonale Verfügbarkeit von Obst und Gemüse zu achten. Dabei hilft der Gang auf den Wochenmarkt oder der Blick in den Saisonkalender. Eine große Einschränkung in der kulinarischen Lebensqualität ist das nicht.

Wenig und gutes Fleisch

Steaks für 1,99 Euro sind einfach eine Frechheit gegenüber den Erzeugern und Tieren. Auch wir wollen auf Fleisch nicht ganz verzichten. Das Zugeständnis an Tier und Umwelt ist ein bewusster Fleischkonsum. Wir kaufen ausschließlich bei regionalen Schlachtern und nur in Bioqualität. Dadurch wird der Einkauf natürlich deutlich teurer. Aber Qualität hat einfach ihren Preis. Außerdem versuchen wir unseren Fleischkonsum in Maßen zu halten. Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für die eigene Gesundheit.

Kaffee to Stay

Der Kaffee zum Mitnehmen ist für uns ein Tabu. Nicht nur weil Kaffee aus dem Pappbecher nicht gut schmecken kann, sondern auch weil die Becher längst zu einem ernsten Umweltproblem geworden sind. Einerseits sind die meisten Becher beschichtet, um die Heißgetränke warm zu halten und Plastikdeckel verhindern das Vollkleckern. Das erschwert das Recycling. Anderseits ist die schiere Menge an Müll ein großes Problem. Wir trinken unseren Kaffee deshalb lieber in Ruhe.

Weniger, hochwertig und fair

Wir haben uns vor einigen Jahren von den Fast Fashion Marken verabschiedet und kaufen nur noch junge, nachhaltige Mode. Bereut haben wir diesen Schritt nie. Stattdessen entdecken wir immer wieder vganz tolle, junge Marken, die mit ihrem Engagement und ihren Idealen wenigstens die Modewelt ein kleines Stückchen besser machen. Unsere Favoriten stellen wir regelmäßig auf unserem Blog vor.

Gebraucht geht auch

Durch die Geburt unseres Sohnes entdeckten wir Second Hand und Flohmärkte neu. In Facebook-Gruppen und Portalen wie „eBay Kleinanzeigen“ haben wir tolle, fast ungetragene Kinderkleidung gefunden, auch unser Kinderwagen stammt aus zweiter Hand. Die Qualität ist toll, wir sparen viel Geld gespart und schonen die Umwelt.

Naturkosmetik statt Mikroplastik

Viele konventionelle Kosmetikprodukten enthalten Mikroplastik. Über den Badezimmerabfluss landet dieses in der Umwelt und schließlich im Meer. Das ist nur einer von vielen Gründen auf Naturkosmetik umzusteigen. Wir nutzen beide ausschließlich Naturkosmetik von Marken wie i+m, BINU, Brooklyn Soap Company oder Dr. Hauschka. Unserer Haut ging es nie besser. Dass wir die gleichen Ansprüche auch an die Pflegeprodukte für unseren Sohn stellen, muss wohl kaum erwähnt werden. Der Umstieg auf Naturkosmetik ist übrigens keine große Herausforderung. Viele Drogerie-Ketten wie dm oder budni haben inzwischen eine gute Auswahl an natürlichen Pflegeprodukten.

Radeln und Spazierengehen statt Autofahren

Wir lassen unser Auto im Alltag so oft stehen wie möglich. Stattdessen steigen wir auf das Fahrrad oder gehen zu Fuß bzw. schieben den Kinderwagen. So kommt man an die frische Luft, trainiert den Körper und nachhaltiger ist das Ganze auch noch. Ein weiterer Vorteil: Der Ärger über das Stop-And-Go des Feierabendverkehrs fällt genauso weg wie die lästige Parkplatzsuche.

Reisen mit Verantwortung

FairReisen ist deutlich anstrengender als im nächsten Reisebüro oder im Internet eine Pauschalreise zu buchen. Es beginnt mit der Wahl der Verkehrsmittel. Es muss nicht immer das Flugzeug sein, gerade bei „nahen“ Zielen. Wir sind zum Beispiel vor zwei Jahren mit Zug von Hamburg nach Kopenhagen gefahren. So entspannt angereist sind wir selten. Kein lästiger Check-In, keine Sicherheitskontrollen und richtig viel Beinfreiheit. Natürlich erreicht man längst nicht alle Ziele mit Bus und Bahn. Wer doch ins Flugzeug steigt, kann seine „Klimasünde“ wieder gut machen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet die Klimaschutzorganisation atmosfair. Auf der Website lässt sich berechnen, welchen CO2-Ausstoß der letzte Flug verursacht hat. Diesen Ausstoß kann man dann mit einer Spende an Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt kompensieren.

Mehr zu der Blogparade #byebyeschweinehund gibt es auf der Website des Nachhaltigen Warenkorbs.