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Buchtipp: Alejandro Junger – Clean Eating

Clean Eating liegt gerade voll im Trend. Auch wir haben uns mit der gesunden Ernährungsweise und dem Verzicht auf stark verarbeitete Lebensmittel beschäftigt. Und wie könnte man besser in einen Foodtrend eintauchen als mit einem Kochbuch?

Clean Eating – dieser Begriff ist derzeit im Netz omnipräsent. Es gibt unzählige Blogs, Rezepte und Hochglanz-Instagram-Bilder von selbigen. Grund genug sich einmal stärker mit dem Prinzip dahinter auseinander zu setzen. Zum Einstieg fiel unsere Wahl auf das Buch „Clean Eating –Natürlich und gesund genießen“ von Dr. Alejandro Junger. Der US-Amerikaner ist Kardiologe und ziemlich erfolgreicher Autor. Außerdem ist er der Begründer der sogenannten Clean-Detox-Methode, die gerade in Hollywood viele prominente Anhänger hat. Natürlich war es weniger der Promi-Faktor als der Blick ins Buch, der uns überzeugte. 

Clean-Eating: Leckere und gesunde Rezepte ganz ohne Verzicht

Schon der Klappentext des Buch klingt verheißungsvoll: Das Clean Eating nach Dr. Alejandro Junger sei ein Jungbrunnen für Körper und Geist. Die Rezepte sollen den Organismus mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgen und den Darm reinigen. Und natürlich: Clean Eating macht strahlend schön und auf genussvolle Art fit und gesund. Bei solchen Versprechungen sind wir immer etwas skeptisch. Aber tatsächlich lohnt sich ein genüssliche Blick auf die Rezepte des Buches. Sie haben erstaunlich wenig mit Verzicht zu tun, sehen richtig lecker aus und sind trotzdem „clean“.

Zum Frühstück gibt es zum Beispiel Blaubeerpfannkuchen mit Mandelmilch, Bio-Eiern und hochwertigen Mehlsorten. Und das beste: Länger als 15 Minuten steht man dafür nicht in der Küche. Richtig lecker, wenn auch etwas aufwendiger ist das Bananenbrot mit Kardamom. Ein weiteres Highlight sind für uns die Fisch- und Hähnchenrezepte. Die ungewöhnlichen „Panaden“ für die Fischfilets sind oberlecker. Außerdem gibt es tolle Rezepte für „cleane“ Geflügel-Burger, Hähnchen-Keulen oder Fried Chicken. Den Abschluss des Buches bildet eine kleine „Dessert-Ecke“ mit Smoothies und einer Anleitung zur Clean-Eating-Schokolade.

Fazit: Die Rezepte sind wirklich sehr lecker, allerdings die Zutaten etwas exotisch. Spontan (nach-)kochen wird so etwas erschwert, ein Abstecher in den nächsten Bio-Markt ist vorher Pflicht.

Eine kleine Vorschau auf die Rezepte findet ihr hier.

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Was ist eigentlich Clean Eating?

Der Name verrät bereits die Grundprinzipien des Foodtrends: Es geht darum sich „sauber“ zu ernähren – also möglichst ohne Geschmacksverstärker, Aroma-, Farb- oder Konservierungsmittel. Auch auf zusätzlichen Zucker oder Salz wird gerne verzichtet, genau wie auf Fertigprodukte und stark industriell verarbeitete Lebensmittel. Weizenmehl wird durch Vollkorn ersetzt. Außerdem setzen die Clean Eating Rezepte von Junger und Co auf viel Gemüse und Obst. Auch hochwertiger Fisch und gutes Fleisch kommen auf den Teller. Außerdem soll man sich viel bewegen und ausreichend trinken, regelmäßig essen und gut frühstücken. Auch verpackungsfrei einkaufen gilt als Teil der Clean Eating Bewegung.

Eigentlich nichts Neues? Stimmt, nicht umsonst wird das Clean Eating mit den Ernährungsgrundregeln aus Großmutters Zeiten verglichen. „Don’t eat anything your grandmother wouldn’t recognize as food“. Auch meine Oma ging eher zum Bauern, dem Metzger um die Ecke oder in den eigenen Garten und griff nicht zu Fast Food oder Fertigprodukten. Der einzige Unterschied zu Omas-Küche und der Vollkorn-Ernährung der frühen Ökobewegung mag der Coolness-Faktor sein. Clean-Eating kennt halt keine Ökolatschen und Strickpullis, sondern ist hip, modern und sportlich.

Ihren (hippen) Ursprung hat die Clean Eating Bewegung wenig überraschend in den USA. Hier sind längst Stars wie Jessica Alba oder Miranda Kerr überzeugte Anhänger und Vorbilder dieser Bewegung. Auch das Clean Eating-Buch nach Dr. Alejandro Junger wirbt bereits auf dem Cover mit den Lieblingsrezepten von Cameron Diaz, Gwyneth Paltrow, Orlando Bloom und Josh Radnor. Für manche Käufer mag das ein Argument sein, für andere eher abschreckend wirken. Zum Glück ist das Buch alles andere als ein Promi-Kochbuch, sondern vielmehr eine tolle Inspiration und ein guter Einstieg in Sachen „Clean Eating“ mit verdammt leckeren Rezepten.

Clean Eating: Natürlich und gesund genießen von Dr. Alejandro Junger (2016), Südwest Verlag, Preis: 19,99 Euro. ISBN: 978-3517094533