Beauty, Living

Die Konmari-Methode von Marie Kondo und meine Kosmetik-Schublade

Die Konmari-Methode ist in aller Munde. Die Namensgeberin, die Japanerin Marie Kondo, inspirierte unzählige Menschen, sich von Dingen zu trennen, die sie nicht mehr glücklich machen. Ich habe mich intensiv mit der Methode beschäftigt und sie vor einiger Zeit in abgewandelter Form mal an meiner Kosmetikschublade getestet.

Das TIME Magazine zählt Marie Kondo zu den 100 einflussreichsten Menschen auf der Welt. Hauptgrund dafür: Die Japanerin zeigt uns, wie man richtig aufräumt. Ihre „Magic Cleaning“-Bücher zur Konmari-Methode wurden millionenfach verkauft. Kein Wunder, schließlich haben die meisten von uns nie gelernt wirklich Ordnung zu halten. Schon kurz nach dem großen Aufräumen gibt es wieder den Jo-Jo-Effekt der Unordnung. Marie Kondo setzt im Kampf dagegen auf simple Grundsätze nach denen der Reihe nach ausgemistet wird.

Wer mehr über diese Methode erfahren will, dem sei folgendes, (sehr langes) Video ans Herz gelegt.

Auch ich habe mich länger mit der Konmari-Methode beschäftigt und sie vor einiger Zeit in abgewandelter Form an meiner Kosmetikschublade getestet.

  1. Alles auf einem Haufen

Als erstes habe ich alle Schränke und Schubladen nach Naturkosmetik durchsucht und alles auf einen Tisch gelegt. So wird man sich wirklich bewusst, wieviele Produkte man überhaupt besitzt.

 

  1. Ordnung nach Kategorien

Im zweiten Schritt habe ich alle Produkte nach Kategorien geordnet. Alle Lippenprodukte kamen auf die eine Seite, Make-up für die Augen auf die andere. Puder, Rouge, Bronzer und Highlighter wurden in die Mitte sortiert. Dann habe ich auch noch die Unterkategorien berücksichtigt. Zum Beispiel wurden Produkte für die Augen nochmal in Kajal, Lidschatten, Augenbrauenstift und Wimperntusche sortiert. Ich finde diesen Schritt ganz besonders gut, obwohl es eine Menge Arbeit erfordert. Aber es ist wichtig zu sehen, wenn man drei Highlighter oder fünf Lidschatten in der gleichen Farbe hat.

 

  1. Check des Haltbarkeitsdatums

Ich habe auch die Haltbarkeitsdaten der einzelnen Produkte geprüft. Alles, was nicht mehr haltbar war, wanderte in den Müll. Bei manchen Produkten war es nicht mehr möglich, das Haltbarkeitsdatum festzustellen. Daher habe ich mich an folgende Regel gehalten:

  • Flüssiges Make-up und Concealer – 12 Monate
  • Kompakt Make-up und Puder – 24 Monate
  • Lidschatten – 24 Monate
  • Khol Kajal – 24 Monate
  • Flüssiger Eyeliner – 6 Monate
  • Mascara – 6 Monate

Danach hatte sich der Haufen auf meinem Tisch schon ordentlich ausgedünnt.

 

  1. Verbreite Freude oder ziehe aus

Ein wichtiger Ansatz von Marie Kondo ist, dass die Produkte, die man letztendlich behält, einem Freude machen. Ich finde die Idee schön, nur noch von Dingen umgeben zu sein, die mich glücklich machen. Dabei nimmt man jedes Produkt in die Hand und überprüft, ob es eine Emotion auslöst. Ich habe diese Prozedur noch erweitert, indem ich diese Zeit genutzt habe, um mich zu fragen, welcher der drei Highlighter für mich am Besten funktioniert. Fühle ich mich mit dem Look wohl? Trage ich es gerne auf? So verließen wieder ein paar Produkte meinen Tisch. Da die Produkte noch haltbar waren, habe ich sie an Freundinnen verschenkt.

 

  1. Alles braucht seinen Platz

Der letzte Schritt ist, alles an seinen Platz zu räumen. In meinem neuen Kosmetiktisch bekamen also alle Produkte für den Teint oder die Augen ein Fach. Ich hoffe so, nicht mehr den Überblick zu verlieren und auch nicht mehr Produkte als nötig anzuschaffen.

konmari-methode-kosmetik-2
Fazit nach einiger Zeit: Ich bin so froh, die Konmari Methode auf meine Kosmetik angewendet zu haben. Ich habe jetzt weniger Produkte. Aber das sind die Produkte, die ich regelmäßig und gern verwende. Bevor ich jetzt einkaufen gehe, checke ich meine Schublade, um keine Produkte zu kaufen, die ich schon habe. So tue ich etwas für meinen Geldbeutel und vermeide unnötigen Müll.