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hejhej-Mats: Yoga-Matten aus Schaumstoffresten

Das Thema „Upcycling“ interessiert uns dieser Tage besonders. Nach den Taschen aus alten Feuerwehrschläuchen stellen wir euch deshalb noch eine tolle Idee vor. Das junge Label hejhej-mats stellt Yogamatten aus Schaumstoffresten her.

Die Idee zu den Upcycling-Matten kam den beiden Gründerinnen Anna und Sophie während eines Museumsbesuch in Schweden. In der Ausstellung machte die türkische Künstlerin, Pinar Yolda, Yoga-Praktizierende auf die ökologischen Konsequenzen ihrer Yogamatte aufmerksam. Viele Yogis beschäftigen sich zwar intensiv mit Nachhaltigkeit und leben sogar vegan, trotzdem praktizieren sie auf Matten aus Plastik, die Mensch und Umwelt schaden. Die beiden fühlten sich von dieser Erkenntnis ertappt, denn sie selbst betreiben leidenschaftlich Yoga und studierten zu dem Zeitpunkt ihren Master in Nachhaltigkeitsmanagement in Schweden. Sie entschieden sich kurzerhand das Problem selbst zu lösen und eine Yogamatte aus recycelten Materialien zu entwickeln.

 

 

Jede hejhej-mat verhindert 1,5 Kilogramm Müll

Seit November 2016 tüfteln Anna und Sophie schon an den hejhej-mats. Ihr Ansatz: Die Yogamatten werden aus Schaumstoffresten hergestellt, die als Abfallprodukte zum Beispiel in der Automobilindustrie entstehen. Sonst landen diese Schnittreste unbenutzt im Müll. Durch die Weiterverarbeitung zu einer Yoga-Matte werden so 1,5 Kilogramm Müll „verhindert“. Vor der Benutzung im Yoga-Studio wird der Schaumstoff zusätzlich mit einer dünnen Schicht überzogen, die die Oberfläche rutschfest macht. Für die Entwicklung des marktreifen Prototypen sammelten die beiden im letzten Jahr über 22.000 Euro ein. Dank dieser „Finanzspritze“ sollen die ersten Matten ab Frühjahr 2018 zu kaufen sein – Vorbestellung für 120 Euro pro Matten sind schon heute möglich.

 

 

Ein Rückgabe-System für hejhej-mats ist in Planung

Bis zum endgültigen Verkaufsstart soll es auch ein eigenes Rückgabesystem für die Yogamatten geben. Nur während der Herstellung auf recycelte Materialien zu setzen, ist den Gründerinnen nämlich zu wenig. Auch ihre eigenen Matten sollen am Ende wieder recycelt werden. Die Idee: Wenn die Yoga-Matten durchlegen sind, kann man sie einfach zurückschicken. Aus den alten Matten entstehen dann wieder neue. So wollen die Gründerinnen auch langfristig Müll durch ihre Matten verhindern.

Im Web: hejhej-mats.com

Bildquelle: (c) PR HejHej-Mats