Fashion

H&M ruft zur World Recycle Week auf

Während der World Recycle Week will H&M weltweit 1.000 Tonnen Altkleider einsammeln. Unterstützung bekommt der schwedische Moderiesen dabei von der Musikerin M.I.A.

Vom 18. bis zum 24. April sammelt H&M weltweit im großen Stil Altkleider. Löchrige Socken, ausgeblichene T-Shirts oder kaputte Bettlaken können während der World Recycle Week in 3.600 Filialen der schwedischen Modekette abgegeben werden. Mehr als 1.000 Tonnen Altkleider sollen so zusammen kommen. Mit der Aktion will die H&M nach eigener Aussage seine Kunden nachhaltig zum Recycling von alter, nicht mehr gebrauchter Kleidung motivieren. Für jede, abgegebene Tüte gibt es deshalb einen 15 Prozent Gutschein.

„Rewear It“ soll zum Recyceln anregen

Gesicht der Kampagne ist die Musikerin und äußerst politische Künstlerin M.I.A. „Bei der World Recycle Week geht es darum, wichtige Umweltthemen anzusprechen, wie beispielsweise Mülldeponien, um ein globales Movement zu erzeugen, erklärt sie ihr Engagement. Um die Menschen auf die Probleme durch textilen Müll aufmerksam zu machen, hat M.I.A für die H&M-Kampagne den Song „Rewear It“ geschrieben.

H&M sammelt seit drei Jahren Altkleider

Die dazugehörige Initiative „Kleidung sammeln bei H&M“ wurde bereits im Jahr 2013 gestartet. Kunden können alte Kleidung in die Filialen bringen und bekommen pro abgegebener Tüte Altkleider 15 Prozent Nachlass auf den nächsten Einkauf. Durch diesen Anreiz wurden in den letzten drei Jahren laut H&M über 25.000 Tonnen Altkleider eingesammelt. Die abgegebenen Kleidungsstücke werden von den Filialen in Sortierwerke gebracht. Noch tragbare Kleidung wird an Second-Hand-Länden weitergegeben und der Rest entweder zu Putzlappen oder Polsterungen weiterverarbeitet oder als Rohstoffen für neue H&M Produkte genutzt. So hat H&M Jeans im Angebot, die zu 20 Prozent aus recycelten Stoffen bestehen. Mit den Gewinnen aus ihrem Verkauf unterstützt das Unternehmen außerdem soziale Projekte der Organisation „Menschen für Menschen“.

Kritik an H&M und MIA

Kritiker halten diesen Ansatz von H&M zwar durchaus für sinnvoll, werfen dem schwedischen Modekonzern aber vor, mit fast wöchentlich erscheinenden Kollektionen und steigenden Produktionsmengen zu einem übermäßigen Kleidungskonsum beizutragen. Völlig richtig: Wer langlebigere Kleidung kauft, muss weniger wegwerfen und vermeidet so  Müll. Auch die Musikerin M.I.A. wurde von ihren Fan für die Kooperation angefeindet. Die Künstlerin gilt als bekanntlich als sehr gesellschaftskritisch und politisch. Eine Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, dass immer wieder für die seine schlechten Produktionsbedingungen und die Ausbeutung der Näherinnen kritisiert wird, passt aus Sicht vieler nicht zu dieser Haltung.

Natürlich sind diese Argumente vollkommen richtig und ein wichtiger Grund, warum wir selbst schon lange nicht mehr bei H&M einkaufen. Dennoch sollte man auch kleine Schritte und gute Ansätze von großen Unternehmen durchaus würdigen.

Was haltet ihr eigentlich von der World Recycle Week?

Fotos: PR (c) H&M