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Infografik: Emissionen ausgleichen mit atmosfair

Wer die große, weite Welt entdecken will, schädigt das Klima. Diese traurige Erkenntnis sorgt bei uns regelmäßig für ein schlechtes Gewissen beim Fliegen. Doch dank der Klimaschutzorganisation atmosfair gibt es eine Möglichkeit, seine Emissionen zu kompenisieren. 

Wir Deutschen sind Reiseweltmeister. Fast so gerne wie im eigenen Land entspannen wir unter der Sonne Spaniens und Italiens oder schweifen sogar noch weiter in die Ferne. Wir beiden sind da keine Ausnahme. Für unserer meisten Reisen in die Ferne steigen wir ins Flugzeug. Unter die Freude auf entspannende Tage und neue Eindrücke mischt dabei auch immer ein bisschen schlechtes Gewissen. Bei einer Flugreise gelangt schließlich nicht nur Kohlendioxid in die Atmosphäre, sondern auch Stickstoffe, Wasserdampf und Ruß. All das hat negative Auswirkungen auf das Klima. Wer die Flugreise nicht vermeiden kann oder will, sollte deshalb wenigsten ein bisschen für das Klima tun. Eine gute Möglichkeit dazu bietet die Klimaschutzorganisation atmosfair – eine Gemeinschaftsinitiative des Reiseveranstalterverbandes forum anders reisen und der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch.

Auf der Atmosfair-Website lässt sich berechnen, welchen CO2-Ausstoß der letzten Flug verursacht hat. Diesen Ausstoß kann man dann mit einer Spende kompensieren. Der Geldbetrag richtet sich nach Kriterien wie Flugdistanz, Verbrauch der Maschine oder Sitzklasse. Die Berechnungsmethode wurde vom Umweltbundesamt geprüft. Mit dem Geld untersützt atmosfair Klimaschutzprojekte, die dazu beitragen den CO2-Ausstoß auf der gesamten Welt zu verringern – dazu zählen zum Beispiel Solaranlagen, Biogasanlagen oder verbesserte Verbrennungsöfen.

Den gesamten Ansatz von atmosfair verdeutlicht diese Infografik:

atmosfair_infografik

Natürlich gibt es auch Kritik an der „Kompensation“ von Emissionen. Kritiker sprechen sogar von einem Ablasshandel, mit dem man sich schnell ein grünes Gewissen erkauft. Ganz von der Hand zu weisen, ist diese Kritik nicht. Schließlich ist die Kompensation nur die zweibeste Lösung. Am besten wäre es natürlich, wenn der CO2-Austausch und die Schadstoffe erst gar nicht entstehen. Allerdings lässt sich nicht jeder Flug vermeiden und dann ist die atmosfair sicher die beste Alternative zum Nichtstun. Außerdem ist die Spende zur Kompensation auch ein Eingeständnis der eigenen Verantwortung im Klimaschutz.

Im Web: atmosfair.de

Fotos: © Fotolia/kathijung, Infografik (c) atmosfair