Fashion

Nachhaltige Mode: Wunderwerk – more than organic

Jahrelang arbeiteten Heiko Wunder und Tim Brückmann bei namhaften Modelabels. Irgendwann stand für sie fest: So kann es in der Textilindustrie nicht weitergehen. Mit der eigener Marke „wunderwerk“  machen die beiden jetzt alles anders. Ihre Kleidung ist fair, ökologisch und stylisch.

Wer zeitgemäße Mode machen will, sollte nicht nur über Schnitten und Mustern nachdenken, sondern auch über die wirklich dringlichen Fragen wie knappe Ressourcen, den Umgang mit der Umwelt oder faire Arbeitsbedingungen für Menschen. Die Wurzeln von wunderwerk liegen genau in dieser Erkenntnis. Nach Jahren als Produktspezialisten, Manager und Vertriebler bei großen Modemarken entschieden sich Heiko Wunder und Tim Brückmann 2013 zu einem Neuanfang mit nachhaltiger und fairer Mode.

Mit großem Erfolg: Innerhalb kürzester Zeit schafften sie es ihre urbane, ökologische Mode am Markt etablieren. Bereits 2014, nur ein Jahr nach der Gründung, machte das Startup 1,2 Millionen Euro Umsatz – dreimal so viel wie geplant. Dazu bekam die Marke einige renommierte Eco-Fashion-Preise wie den Bundespreis ECODESIGN (2014) oder den Peta Vegan Fashion Award in der Kategorie „Beste Business Damen“ (2015).

wunderwerk macht Prêt-à-Eco-porter

Das Erfolgsrezept erscheint ziemlich einfach: stylische und zugleich nachhaltige Mode zum Anziehen. Die Gründer selbst sprechen gerne von Prêt-à-Eco-porter. „Wir möchten trendorientierte und modische Frauen und Männer ansprechen, die es verstehen Mode und Nachhaltigkeit bewusst zu verbinden“, sagt Brückmann. In der aktuellen Kollektion findet sich viel Streetwear mit skandinavischem Einfluss – coole Print-T-Shirts, bequeme, zeitlos-schlichte Pullover und Longsleeves. Ein echtes Marken-Zeichen ist dabei der dezente Batiklook, der durch die „mal-tinto“ Färbung entsteht. Interessanterweise bietet wunderwerk auch Kleidung für schickere Anlässe – also Blusen, Hemden, aber auch Blazer und ganze Anzüge.

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Uns gefällt auch die Nachhaltigkeit im Stil sehr gut. Die Entwürfe von wunderwerk haben das Potential für Lieblingsstücke, die lang im Kleiderschrank bleiben und nicht nach einer Saison weggeworfen werden müssen. Auch das gehört zum Konzept wie Brückmann betont: „Wir verstehen uns nicht nur als Modelabel mit „grünem“ Hintergrund, sondern als „Lovemark“ und möchten unsere Kunden emotional für wunderwerk begeistern.“ Das scheint gut zu klappen. Inzwischen gibt es die wunderwerk-Mode nicht mehr nur in Deutschland zu kaufen, sondern auch im europäischen Ausland. Auch der eigene Onlineshop ist ein großer Erfolg. Und in fast allen Eco-Fashion-Stores – sowohl im Netz als auch im Trendviertel – kann man die Kleidung kaufen.

wunderwerk setzt auf nachhaltige Produktion in Europa

Dieser Erfolg ist doppelt erfreulich, denn auch die grünen Ansprüche sind bei wunderwerk ziemlich hoch. Für die Kleidung wird vor allem GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle verwendet. Aber auch besondere Stoffe wie peruanische Alpaca-Wolle oder schottische Shetland-Wolle kommen zum Einsatz. Acryl oder Polyester sind dagegen genauso tabu wie Plastik für Knöpfe. Stattdessen setzen die Gründer auf innovative Fasern aus Buchenholz oder Eukalyptus.

Besonders erwähnenswert ist die Jeansproduktion. Auf Chemikalien wie Chlor oder Kaliumpermanganat wird bewusst verzichtet. Außerdem wurde der Wasserverbrauch für die Waschung deutlich reduziert. Für eine wunderwerk-Jeans sind nur drei bis neun Liter nötig. Zum Vergleich: Für eine konventionelle Jeans werden oft bis zu 160 Liter verbraucht.

Einen Namen machte sich wunderwerk mit der „mal-tinto“ Färbung. Bei dieser Färbetechnik werden die Kleidungsstücke komplett am Stück gefärbt und nicht der ganze Stoff vor der Verarbeitung. Das schont nicht nur Ressourcen und Umwelt, sondern zaubert auch einen leichten Batiklook auf die Shirts und Hosen. Auch die Produktion und Veredlung aller Stoffe ist nachhaltig und erfolgt zu großen Teilen in Europa, vor allem in Italien und Portugal. Die Transportwege sind so kürzer und die Umwelt- und Sozialstandards deutlich höher als in Asien.  Die Produktionsstätten und Nähbetriebe werden außerdem mehrmals im Jahr kontrolliert, um die eigenen Qualitäts- und Öko-Standards zu halten.

Im Web: www.wunderwerk.com

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Bilder-Copyright: (c) PR wunderwerk