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nearBees: Honig aus der Nachbarschaft

Die Online-Plattform nearBees hilft Hobby-Imkern dabei ihren Honig regional zu vermarkten. Von dieser Idee profitieren nicht nur die Imker und qualitätsbewusste Honigliebhaber, sondern auch die heimische Pflanzenwelt.

Mit 1,2 Liter pro Jahr sind wir Deutschen Weltmeister im Honigessen. Trotzdem sind fast 99 Prozent der 100.000 Imker in Deutschland „nur“ Hobbyimker.  Sie machen oft exzellenten Honig frei von Pestiziden und leisten einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt auf unseren Wiesen und Wäldern. In die Regale der Supermärkte schaffen sie es mit ihren Produkten allerdings nur selten. Weniger als 20 Prozent des verkauften Honigs stammen aus Deutschland. Die Honiggläser im Einzelhandel sind meist nur mit der vagen Herkunftsbezeichnung „Mischung aus EG- und Nicht-EG-Ländern“ deklariert.

Regionale Hobbyimker und Honigliebhaber kommen zusammen

Die Onlineplattform nearBees will daran etwas ändern. Auf ihr können Hobby-Imker ihren Honig regional vermarkten. Genau dafür fehlt vielen Imkern nämlich die Zeit. Sie halten deshalb ihre Bienen eher zum Zeitvertreib oder für den Eigenbedarf. Die Kunden wiederum erfahren auf dem Portal mehr über Bienenvölker aus der Umgebung und können den Honig direkt bestellen. Im Moment finden sich rund 800 Imker auf nearBees.de. Die Preise für den Honig sind mit rund zehn Euro für 400ml natürlich etwas höher als im Supermarkt. Dafür ist der Honig aber frei von Pestiziden oder Gentechnik. Verschickt wird die süße Lieferung einem „Umschlag“ aus Papier und Kunststoff.  Der Honig wird so flach verpackt und als Briefsendung direkt in den Briefkasten der Kunden geliefert. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Honigglas werden so nicht nur bis zu 63 Prozent der Versandkosten gespart, sondern auch der CO2-Ausstoß durch das geringe Gewicht und weniger Materialverbrauch deutlich reduziert.

nearBees_Praktische_und_umweltfreundliche_Nachfuellverpackung

Bienen sind wichtig für unser Leben

Mit der Unterstützung der regionalen Imker will nearBees auch den Rückgang der Bienenvölker in Deutschland stoppen. Ihre Zahl sank in den letzten 100 Jahren von 2,5 Millionen auf etwa 700.000. Sollte ihre Zahl weiter zurückgehen, hätte das drastische Folgen für unser Leben.

  • Von den 100 Nahrungspflanzen, die für 90 Prozent der globalen Nahrungsmittelproduktion sorgen, werden immerhin 71 von Bienen bestäubt.
  • In Europa hängen allein mehr als 4.000 Gemüsesorten von ihrer Bestäubung ab. Im Supermarkt gäbe es ohne die Bestäubung mehr als 30 Prozent weniger Lebensmittel.
  • Der Fleischproduktion würden wichtige Futterpflanzen fehlen. Ohne Bienenbestäubung ist deutlich mehr Dünger auf den Feldern nötig und Apfelbäume hätten deutlich weniger Ertrag.
  • Der ökonomische Wert der Bienenbestäubung beträgt weltweit laut Greenpeace ungefähr 256 Milliarden Euro.

Honig aus dem Supermarkt ist oft mit Pestiziden belastet

Einen weiteren Grund für regionalen Honig vom Hobby-Imker liefert ein aktueller Test des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Umweltschutzorganisation hat in 13 von 22 Honigen aus deutschen Supermärkten Rückstände von Pestiziden festgestellt. Die Proben waren zumeist mit Thiacloprid belastet. Dieses Nervengift kann beim Menschen Krebs erregen und soll schädlich für die Fortpflanzung sein. Für Bienen und andere nützliche Insekten ist es tödlich, schwächt das Immunsystem oder beeinträchtigt die Orientierung.

Zu den Ergebnissen des BUND-Honig-Tests: www.bund.net/honigtest

Fotos: Copyright: PR nearBees