Fashion

Recycelter Rucksack: Fjällräven Re-Kanken

Ein erfreulicher Trend: Immer mehr (Mode-)Marken setzen auf Upcycling-Materialien für die eigene Produktion. So stellte die schwedische Outdoor-Marke Fjällräven im Sommer eine Recycling-Version ihres Rucksack-Klassikers Kånken vor. Der Re-Kånken besteht zu 95 Prozent aus recycelten Materialien.

Upcycling ist einer der wichtigsten Trends der Modebranche. Alte Kleidungsstücke werden geschreddert und zu neuem Stoff verarbeitet oder Garn aus Plastikmüll hergestellt. Am Trend zur Wiederverwertung beteiligen sich nicht nur tolle, kleine Labels wie Bridge & Tunnel oder ekn Footwear, sondern auch immer mehr etablierte Marken wie Adidas oder H&M. Auch der schwedische Outdoor-Hersteller Fjällräven präsentierte im Sommer eine Recycling-Version seines Rucksack-Klassikers Kånken. Der Re-Kånken besteht zu 95 Prozent aus recycelten Materialien.

Von den Rücken urbaner Großstädtern sind die kastigen Kånken-Rucksäcke nicht mehr wegzudenken. Das Erfolgsrezept ist daraus nachhaltig: Die Materialien sind sehr robust, die Rucksäcke gelten als langlebig. Durch das simple und kantige Design gibt es außerdem kaum Verschnitt bei der Produktion. Trotzdem geht es noch etwas grüner wie Fjällräven mit dem Re-Kånken beweist.

„Bei der Produktentwicklung haben wir jedes kleinste Detail nochmal neu durchdacht – bis auf das klassische Design, das ist geblieben. Die Herausforderung lag darin, ihn so nachhaltig wie möglich zu machen, ohne den Anspruch an Strapazierfähigkeit und Funktionalität aus den Augen zu verlieren,” erklärt Svante Björkroth, Product Developer bei Fjällräven und der Mann hinter dem Projekt, auf der Fjällräven-Website.

Kultrucksack Kånken wird nachhaltiger

Statt aus drei unterschiedlichen Materialien wie der große Bruder besteht der Re-Kånken komplett aus recyceltem Polyester, in unterschiedlichen Stärken verwebt. Um der ursprünglichen, matten Optik treu zu bleiben, wurde das Polyester-Garn künstlich aufgeraut. Sogar das charakteristische, runde Logo wurde aus dem Upcycling-Material genäht. Nur die Knöpfe, Reißverschlüsse und Plastikschallen sind die „Alten“ geblieben. Elf PET-Flaschen werden für einen Rucksack recycelt.

Die Verwendung von alten PET-Flaschen ist nicht einzige, nachhaltige Neuerung am „Re-Kånken“. Auch der Färbe-Prozess wurde überarbeitet. Normalerweise werden Stoffe nach dem Spinnen und Weben in einem Stück gefärbt und danach mit Chemie bearbeitet. Das kostet allerdings viel Energie, Wasser und Chemikalien. Fjällräven probierte nun ein neues Verfahren namens SpinDye® aus. Hierbei werden die Farbpigmente zusammen mit dem recycelten Polyester eingeschmolzen und erst anschließend zu einem Garn gesponnen. Der Vorteil: Es werden weniger Ressourcen verschwendet und die Farben sind haltbarer. Allerdings ist das neue Verfahren deutlich teurer.

Die Mühen haben aber gelohnt: Der Re-Kånken ist nicht nur genauso langlebig und robust wie der Klassiker, sondern lässt sich am Ende auch komplett recyceln.

Im Web: fjallraven.de/re-kanken

Bilder: Copyright Fjällräven