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Selosoda: Ein Erfrischungsgetränk aus Kaffeekirschen

Selosoda ist ein ziemlich ungewöhnliches Erfrischungsgetränk. Die Hauptzutat sind die getrockneten Schalen der Kaffeekirsche, eigentlich ein kaum genutzter Teil der Kaffeepflanze. Dabei stecken darin Vitamine, tolle Aromen und ordentlich Koffein.

Der Ursprung des Trendgetränks Selosoda liegt auf den Kaffeeplantagen Lateinamerikas. Selo ist Esperanto und bezeichnet die Hülle der Kaffeekirsche – also das rote Fruchtfleisch, das die beliebte Bohnen umschließt. Gegensatz zur Bohne führt das koffeinhaltige Fruchtfleisch samt Schale ein Schattendasein. Es landet nach der Ernte oft auf dem Müll oder wird höchstens als Düngemittel verwendet. Die aromatische Bohne wird dagegen geröstet und gehört mit jährlich 149 Liter pro Kopf zum beliebtesten Getränk der Deutschen.

Was die wenigstens Kaffeeliebhaber wissen: die getrocknete Schale und die Frucht enthalten ähnlich viele Aromen, den gleichen Koffeingehalt und zu dem viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Ballaststoffe und viele Vitamine. In vielen Anbauregionen Lateinamerikas wird aus den Resten deshalb ein belebender Teeaufguss gemacht. Der sogenannte Cascara gilt dort als der Kaffee der Armen.

 

 

Selosoda ist zuckerfrei und wirkt belebend

Selosoda-Gründerin Laura Zumbaum stieß bei ihrer Arbeit für Startups wie Coffee Circle auf die Kaffeekirschen und macht sie zur Basis ihrer Lifestyle-Getränke. Das Prinzip ist ziemlich puristisch: Dem Kaffeekirschen-Extrakt wird Wasser und Kohlensäure sowie Bio-Orangen- und Zitronensaft hinzugefügt. Eine zweite Sorte enthält den Saft von portugiesischen Trauben und einen Spritzer Zitronensaft. Zucker, Färbemittel oder Stabilisatoren sind dagegen tabu. So sind die Brausen nicht nur belebend wie zwei Espressi, sondern auch noch gesund, zuckerarm und bio.

Zum Geschmack: Mir schmecken beide getesteten Selosoda Sorten (Kaffeefrucht & Traube und nur Kaffeefrucht) sehr gut. Allerdings ist das Getränk eher herb und deshalb sicher nicht jedermanns Sache. Freude von Kaffee oder Matetee werden es aber mögen.

 

 

Selosoda ist fair und nachhaltig

Nachhaltigkeit und faires Unternehmertum sind für Selosoda-Gründerin Laura Zumbaum eine Herzensanlegenheit. Ökologisch angebaut und von Hand geerntet werden die Kaffeekirschen in Panama und Costa Rica. Nach der Ernte trocknen die Schalen und das Fruchtfleisch elf Tage lang in der Sonne. Das veredelt zusätzlich den Geschmack. Für die Bauern ist das Selo eine zusätzliche Einnahmequelle, immerhin liegt der Preis auf dem Niveau einer edlen Kaffeebohne. Der Ertrag der Arabica-Pflanzen erhöht sich außerdem durch die Mehrnutzung um rund 50 Prozent. Von Mittelamerika kommen die getrockneten Früchte per Schiff nach Hamburg, zubereitet und abgefüllt wird einer kleinen Saftmanufaktur in Süddeutschland. Die Zitrosfrüchte für die Verfeinerung der Brause stammen aus Brasilien und Italien, die Trauben aus Portugal und werden ebenfalls kontrolliert biologisch angebaut.

Zu kaufen und zu trinken gibt es Selosoda in zahlreichen Feinkostläden, Biomärkten und hippen Bars. Außerdem kann man das Getränk im eigenen Selosoda-Onlineshop kaufen.

 

Website: selosoda.com

Bildquelle: (c) Selosoda