Fashion

Stanley & Stella: Faire Streetwear made in Bangladesch

Die belgische Modemarke „Stanley & Stella“ setzt auf nachhaltige und faire Streetwear. Die Schnitte sind klar, die Farben wunderbar kombinierbar. Produziert wird die Kleidung in Bangladesch – und zwar unter fairen Bedingungen. Grund genug sich einmal genauer mit der coolen Eco Fashion aus der europäischen Hauptstadt zu beschäftigen.

Jean Chabert ist ein alter Hase im Modegeschäft. Bereits vor über 25 Jahren begann der Belgier seine ersten T-Shirts zu entwerfen – damals vor allem für Freude und Kommilitonen. Aus dem kleinen, studentischen Nebenjob wurde bald ein echtes Unternehmen. Im Lauf der Zeit gründete er weitere Firmen und baute Marken auf. 2012 gründete er dann die Marke „Stanley & Stella“. Zum Namen: Marlon Brandos coole Art Shirts zu tragen, inspirierte ihn zur Namenswahl.

Seine Vision: Moderne und qualitativ hochwertige Kleidung, gefertigt mit Respekt vor Mensch und Umwelt. „Stanley und Stella ist voller Stolz bereit, mit Verantwortungsbewusstsein die Herausforderung anzunehmen, die darin liegt, die seit langem eingefleischten Verhaltensweisen der Textilbranche zu verändern“, schreibt Chabert dazu auf der Website.

Nachhaltigkeit beginnt beim Design

Der (offensichtlichste) Weg zur dieser Veränderung ist das nachhaltige Design. Mit sehr klassischen Passformen und Schnitten setzt Stanley & Stella ein Zeichen gegen Fast Fashion und täglich wechselnde Trends. Uns gefällt vor allem die große Nähe zur Streetwear. Die Farben sind sehr gut kombinierbar und alle Kleidungsstücke lassen sich sowohl im Büro als auch am Wochenende tragen.

 

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Fair (ausgerechnet) aus Bangladesch

Entworfen und vertrieben werden die Kleidungsstücke von Stanley & Stella in Brüssel. Die Produktion der Oberteile liegt in Bangladesch. Um in einem Land, das eigentlich als Symbol für „unfaire“ Mode gilt, fair zu produzieren, setzt die Marke auf klare Standards. Die sieben Partner vor Ort werden regelmäßig über die Fair Wear Foundation kontrolliert. Die unabhängige Organisation arbeitet international mit Unternehmen und Fabriken zusammen und hat es sich zum Ziel gemacht, die Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer der Textil- und Bekleidungsindustrie in der Dritten Welt zu verbessern. Dabei prüft die Fair Wear Foundation nicht nur die Arbeitsbedingungen vor Ort, sondern kümmert sich auch um einen sozialen Dialog zwischen den Fabriken und Auftraggebern. Genau dafür hat Stanley & Stella sogar ein eigenes Büro in Bangladesch eröffnet, um die Beziehungen zu den Zulieferern besser pflegen und koordinieren zu können.

 

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Nachhaltigkeit für die gesamte Lieferkette

Nicht nur die Arbeitsbedingungen von Stanley & Stella sind fair und zertifiziert. Auch alle Stoffe sind nachhaltig, verwendet werden nur Bio-Baumwolle, Wolle, Tencel, Modal und recyceltes Polyester. Durch die Verwendung von GOTS-zertifiziertes Bio-Baumwolle setzt sich die Marke für weniger Chemie und Ressourcen-Verbrauch in der Produktion ein. Auch auf Gentechnik wird selbstverständlich verzichtet. Außerdem ist die junge Modemarke Mitglied der Organisation „CanopyStyle„, die sich für den Schutz bedrohter Wälder einsetzt. Mehr geht wohl kaum!

Zu kaufen gibt es die faire Mode von Stanley & Stella beim Avocadostore oder bei glore.

Im Web: stanleystella.com

Stanley & Stella – Autum Winter 2016 Collection from Stanley & Stella on Vimeo.

Bilder: Copyright (c) Stanley & Stella