Living

Buchrezension: The Green Year – 365 small things you can do to make a big difference

Jodi Helmer verspricht in ihrem Buch „The Green Year”, dass es nur kleine Veränderungen im Leben braucht um ökologischer zu leben.

Da ich die Idee wirklich spannend fand und mir ein paar Anregungen erhoffte, kaufte ich das Buch.

Mir gefiel auch der Ansatz, den die Autorin mit ihrem Buch verfolgt: So ist das Buch aufgebaut wie ein Kalender – Jeden Tag kann man etwas über ein Thema lesen und in die Tat umsetzen. Nach getaner Arbeit kann man dann einen wohlverdienten Haken in das Erledigt-Feld setzen oder sich Alternativen notieren. So wird das Buch quasi zu einem ökologischen Wegbegleiter, bei dem man nicht nur als Konsument sondern auch als Co-Autor fungieren darf.
Sofort legte ich also los. Da ich das Buch Mitte Februar gekauft hatte, hatte ich ja auch einige Tage nachzuholen.

Doch schon nach den ersten gelesenen Einträgen kam die Ernüchterung: Die Tipps und Tricks, die die Autorin nennt, sind nicht gerade innovativ und schon längst Teil meines Alltags. So schlägt sie vor zu recyceln, natürliche Pflegeprodukte zu verwenden und ungenutzte Elektrogeräte von der Steckdose zu trennen. Die Erklärungen sind ebenso kurz wie banal: „Elektrogeräte verbrauchen Strom, wenn sie in der Steckdose sind.“ Viele der Ideen können auch schlicht nicht umgesetzt werden – so kann ich nicht einfach eine Solaranlage installieren oder einen Komposthaufen anlegen.

Sicherlich muss Jodi Helmer zugute gehalten werden, dass sie für ein amerikanisches Publikum schreibt, für das Recyceln oder Bioprodukte noch nicht zum Alltag gehören.
Für mich jedenfalls bot das Buch nicht viel Neues und deshalb ist „The Green Year“ definitiv keine Kaufempfehlung.