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Tolle Kampagne: #Menschlichkeit steht dir am besten

Mit #Menschlichkeit steht dir am besten starten die Online-Spendenplattform betterplace.org und die Werbeagentur FCB Hamburg eine bildstarke und eindrucksvolle Kampagne für Flüchtlinge. Sie soll auf das Schicksal von Geflüchteten aufmerksam machen und Spenden sammeln.

Uns geht es gut. Zeiten von großer Not, Vertreibung, Krieg und Angst um unser Leben haben wir – zum Glück – nie erlebt. Doch angesichts dieses „Privilegs“ vergisst man schnell, dass es längst nicht allen Menschen auf der Welt so geht. Die großartige Kampagne „#Menschlichkeit steht dir am besten“ ruft uns das eindrucksvoll ins Gedächtnis. Auf den ersten Blick erinnern die Plakatmotive des für die Kampagne erdachtete „Modelabels“ Epic Escape an eine normale Modekampagne. Die Models tragen Jacken, Pullis und Hosen, die auf den ersten Blick als Used-Look durchgehen könnten. Tatsächlich handelt es sich bei den sechs Frauen und Männern, die von dem Modefotografen Philipp Rathmer in Szene gesetzt wurden, um Flüchtlinge aus Syrien.

 

„Models“ berichten von ihrer Flucht

Auf der Kampagnen-Website menschlichkeit.de erzählen die syrischen „Models“ Yara, Feras, Ghaith, Somar, Najd und Rina ihre bewegenden Geschichten von der Flucht. Yara hat einen 62-minütigen Bombenangriff auf ihre Uni überlebt, Somar lebte vier Jahre lang im syrischen Kriegsgebiet und Najd hat fünf Angehörige verloren. Ihre Geschichten sollen sensiblieren und rufen gleichzeitig zur Unterstützung der über 500 Flüchtlingshilfsprojekte von zusammen-fuer-fluechtlinge.de auf.

 

 

So kann man spenden: Entweder kann man direkt spenden. Außerdem werden über Spreadshirt Pullis und T-Shirts mit dem Slogan „#Menschlichkeit steht dir am besten verkauft“. Alle Spenden und Erlöse gehen an Flüchtlingsprojekte! Übrigens: Alle Kleidungsstücke sind aus GOTS-zertifizierter Biobaumwolle und fair produziert.

 

Notwendigkeit für Hilfe ist immer noch groß

Erdacht wurde die Kampagne von betterplace.org, Deutschlands größter Online-Spendenplattform und der Werbeagentur FCB Hamburg.  „Wir sehen, dass die Flüchtlingskrise immer weniger wahrgenommen wird, obwohl die Notwendigkeit für Hilfe groß ist“, sagt Elisabeth Kippenberg, Leiterin Marketing und PR bei betterplace.org. „Es ist daher großartig zu sehen, wie viele Prominente uns unterstützen und zeigen, dass uns ‚Gutes tun‘, am besten steht“.  So unterstützen Benno Fürmann und Jana Pallaske die Kampagne und tragen die Kampagnenpullis, genauso wie Germany´s-Next-Topmodel-Gewinnerin Sara Nuru: „Ich mache auf die Flüchtlingskampagne #Menschlichkeit steht Dir am besten aufmerksam, weil es einfach ist, Gutes zu tun. Wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, können wir gemeinsam Großes bewirken“.

 

 

INTERVIEW

Leonie von betterplace.org hat uns noch etwas mehr zu der #menschlichkeits-Kampagne erzählt.

 

Wie ist die Idee zu der #Menschlichkeit-Kampagne entstanden?

Die Werbeagentur FCB Hamburg ist mit dieser außergewöhnlichen Idee an uns herangetreten. Wir waren sofort angetan und haben gemeinsam an dem Feinkonzept gefeilt. Es handelt sich eben nicht um die klassische Spendenaufruf-Kampagne. Vielmehr arbeiten wir mit dem Aha Effekt und regen wirklich zum Nachdenken an. Es ist toll zu sehen, dass wirklich alle Partner und Unterstützer pro bono gearbeitet haben. Selbst Studio und Equipment wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Warum habt ihr gerade T-Shirts und Sweatshirts – sprich Mode – gewählt, um eure Botschaft zu verbreiten?

Die Idee der Kampagne ist es, ein vermeintliches Modelabel namens Epic Escape zu promoten. Statt um die Mode im „Used-Look“ geht es aber – so wird es auf der Homepage aufgeklärt – um die Models: sechs junge Geflüchtete aus Syrien. Da wir zudem parallel zur Fashion Week gelauncht haben und auf der PREMIUM vor Ort waren, ist es naheliegend auch Mode für die Verbreitung zu nutzen. Außerdem kann damit jeder öffentlich sein Statement für mehr Menschlichkeit setzen. Im Kampagnenshop gibt es aber auch noch andere Items, wie Handyhüllen oder Jutebeutel.

 

Ist die Kampagne auf die Fashion Week begrenzt oder soll es ein langfristiges Anliegen bleiben?

Berlin ist während der Fashion Week voll von Fashionistas, Modebloggern, Journalisten und Influencern, da war es naheliegend auch parallel mit dem Fake-Modelabel zu launchen. Aber die Fashion Week ist nur der Auftakt, die Kampagne selbst läuft definitiv auch anschließend weiter.

 

Das Making-Of der Kampagne:

 

Im Web: menschlichkeit.de

Bildquellen: „gut.org gemeinnützige Aktiengesellschaft/betterplace.org“